Wie machen andere Mütter das nur?

Immer wieder faszinierend: Ich kaufe gebrauchtes Spielzeug z.B. bei eBay Kleinanzeigen (sagen wir die Tankstelle von Lego
Duplo) und hole sie bei der verkaufenden Mama im Original-Karton ab. Alle 25 Steine tatsächlich noch drin.

Wie machen die das?

Bei uns geht sofort alles in der schier unendlichen Masse an Spielzeugen unter. Selbst wenn ich die Original-Kartons aufbewahre – irgendwann wird jedes Spielzeug bei uns zerlegt und landet in irgendwelchen Boxen. Ich bin ja schon froh, wenn es eine offizielle „Lego-Box“ ist und keine, die ich mal wohlwollend mit „Krimskrams“ beschriftet habe.

Ich müsste aufpassen wie ein Schiesshund, um alles akribisch auseinander zu halten. Und selbst das würde nicht alles retten. Gerade gestern habe ich dieses neue Stempel-Set gekauft.
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Gesehen bei unserer Nachbarin, bei der es auch nach Tagen noch top in Schuss war. Bei uns war es nach 10 Minuten nicht nur verdreckt, weil alle Farben wild miteinander verstempelt wurden – es fehlten auch schon zwei Stempelkissen. Dabei war keines der Kinder vom Tisch aufgestanden. Da war ich schon fast wieder ein bisschen beeindruckt😉

Alles so heile, ordentlich und kategorisiert zu haben – das schafft man doch eigentlich nur als Helikopter-Spielzeug-Mama und nein, darauf habe ich einfach keinen Bock! Ich bin gefühlt eh schon permanent am Aufräumen, Wegwischen, Zusammenfegen, Aufsammeln, etc, damit es in der Wohnung halbwegs manierlich aussieht. Da kann ich doch nicht noch Legosteine thematisch auseinander halten!

Alle zwei, drei Monate packt es mich zwar mal – ich schütte alles auf einen Haufen und dividiere auseinander. Fische Puzzle-Teile aus der Playmobil-Kiste, füge die etlichen Teile des Holz-Schneide-Obsts endlich mal wieder zusammen, trenne Puppen von Spielzeug-Autos, … die kurze Halbwertzeit dieser Aktion jedoch permanent vor Augen.

Mittlerweile finde ich mich damit ab, dass bei uns einfach alles ein bisschen kuddelmuddeliger zugeht. Das fördert zwar nicht gerade den Wiederverkaufswert der Kindersachen, aber erspart doch jede Menge Stress – und davon hat man als Mama doch eh schon genug. 🌸

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Was du als Schwangere überhaupt nicht gebrauchen kannst:

Wenn auf dem Waldspielplatz von Mücken zerstochen wirst (sieben Stiche durch die Hose!), alles anschwillt, brennt und juckt – und die Apothekerin sich weigert, dir eine beknackte Tube Fenistil zu verkaufen.

Ich hab gedacht, ich spinne, als ich nach einer verdammt harten Nacht morgens in die Apotheke getapert komme und mir eine minutenlange Moralpredigt anhören muss.

Ich (mit Hinblick auf Heuschnupfen, Nasenspray, Antibiotika, etc): „Wenn Sie wüssten, was ich in der Schwangerschaft schon alles eingeschmissen habe!“

Sie: „Nein, ich kann es Ihnen nicht verkaufen. Sie können es natürlich kaufen – aber ich kann es Ihnen nicht verkaufen.“

Ich: „?!? Wie soll ich es denn kaufen, wenn Sie es mir nicht verkaufen?“

Sie: „Sie könnten ja jetzt sagen, es ist für Ihren Mann.“

Ja könnte ich… Aber nach der gedrückten Kassette hätte ich mich doch ziemlich dämlich gefühlt. Also ab nach Hause und mit Quark eingeschmiert. Effekt gleich null 😫😫😫

Siehe auch: Der Kampf mit dem Nasenspray

Geschwister

„Mamaaaaaa! Guck mal!“

So hat mich die Häselbacke letztens ins Obergeschoss gerufen. Ich taperte hoch und was sehe ich? Wie meine beiden Kinder Arm in Arm auf dem Bett liegen und kuscheln.

Das hat mir echt die Tränen in die Augen getrieben. Zu sehen, wie eng meine beiden Kinder zusammen aufwachsen.

Das erste, wonach sie morgens fragen, ist der jeweils andere. Sie sitzen nebeneinander auf der Couch und nuckeln noch total vertrant ihre Milch. Sie spielen zusammen, sie lachen sich kaputt, werfen sich aufeinander, hauen sich und nehmen sich Sachen weg, petzen das natürlich auch. Sie kuscheln, küssen sich, verteidigen den anderen lautstark. Im Urlaub haben sie sogar in einem Bett geschlafen. Dieses Bild – die beiden in ihren Schlafsäcken ganz eng beieinander – unbezahlbar. Die Kleine verlangt auch jetzt noch jeden Abend, in das Bett des großen Bruders zu dürfen.

Wenn du klein bist, bist du deinen Geschwistern so unglaublich nah. Du verbringst so viel Zeit miteinander. Du teilst Erlebnisse, Gefühle, deine gesamte Kindheit. Die wichtigste Zeit im Leben. Die, die dich ewig prägen wird.

Sofort denkt man als Mutter: Hoffentlich bleibt das so. Für immer. Natürlich nicht in der gleichen Intensität – aber wie schön wäre es, wenn dieses Geschwisterband ewig halten würde.

Manche Geschwister haben sehr wenig Kontakt, andere brechen sogar miteinander. Fast unvorstellbar, wenn man sich vor Augen führt, wie nah man sich als Kinder doch war und wieviel man sich bedeutet hat.

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Frankfurts Wasserspielplätze: Warum sind sie (gefühlt) immer kaputt?!?

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Eigentlich sind sie ja wirklich sensationell: Die vielen Wasserspielplätze, die wir in Frankfurt haben. Wasserbecken, Sprühfelder, Eintritt frei! Also eine super Möglichkeit für alle Familien, eine schöne Zeit zu haben. Dort ist sehr viel Multi Kulti – I’m lovin‘ it!

Problem: Die Wasserspiele haben total undurchsichtige Laufzeiten und die stimmen dann meist noch nicht mal. Im Netz erhält man null aktuelle Information, erst vor Ort gibt’s lange Gesichter. Am Wochenende zB waren wir am Goetheturm: Becken wider Erwarten nicht in Betrieb. Grrrrr!

Oder, noch schlimmer, heute: Frankfurt schwitzt bei über 30 Grad, ich gebe es mir im zehnten Monat nochmal richtig, verfrachte Kids, Laufräder und Taschen ins Auto und fahre nach Oberrad zum Sprühfeld Scheerwald. Laut Internet müsste die Anlage in Betrieb sein. Nach schweißtreibendem Geschleppe durch den Wald und mindestens drei Mückenstichen muss ich feststellen: Hier läuft gar nichts. Weil auch kein Lüftchen weht, beschließe ich, es noch mal in Niederrad beim Waldspielpark Luisa zu versuchen. Also großes Geschleppe zurück zum Auto, mittlerweile sogar noch das Laufrad der Kleinen auf der Schulter.

20 Minuten Autofahrt später muss ich entsetzt feststellen: Auch hier ist der Wasserspielplatz NICHT in Betrieb. Ahhhhhhh!!! Leute, dann schreibt es doch wenigstens auf Eure Homepage – und zwar deutlich. Die Seite rund um die Wasserspielplätze ist ein mediales Fiasko, bis man sich da mal durchgeklickt hat!

Also: Wasserspielplätze = Traum, aber die Informationspolitik muss dringend verbessert werden!

„Ein schöner Nachmittag mit Kindern“ – Wunsch vs Wirklichkeit

Wunsch (der Muddi): Nach dem Kindergarten hole ich die Kids mit dem Auto ab und wir machen einen heiteren und harmonischen Trip ins Eiscafé.

Wirklichkeit: Kind 1 pennt schon auf dem Weg zur Eisdiele ein. Ich wuchte es in den Buggy und schiebe es mit. Kind 2 bekommt eine Kugel Schokolade und futtert die so schnell auf, dass es quengelt und quakt ohne Ende, bis es noch den Rest meines Eises bekommt. Ich nutze die (kurze) friedliche Zeit und hole mir ein neues Eis. Kind 1 wacht währenddessen auf, ist mega schlecht gelaunt und brüllt, weil es dringend pinkeln muss. Ich schnappe Kind 1 und 2 und gehe auf die Toilette. Kind 1 (17kg) wird von mir sogar noch getragen. Babybauch hin oder her, Hauptsache das Gebrüll wird so gut wie möglich eingedämmt. Wieder zurück am Tisch wird die Laune nicht besser. Kind 1 braucht 100 Jahre, um sich für eine Kugel Eis zu entscheiden und jammert währenddessen weiter. Ich schwitze. Irgendwann ist endlich die Entscheidung für eine Kugel Schokolade gefallen. Kind 2 hat natürlich inzwischen aufgegessen und fängt an zu jaulen, als es die neue Schokoladen-Kugel sieht. Oh nein. Ich überlege: In diesem Eiscafe sind die Kugeln doppelt so groß wie normal. Wenn ich ihr jetzt als NOCH eine Kugel kaufe, futtert sie im Endeffekt fünf. Das ist zu viel! Doch das Gejaule baut sich langsam zum Gebrülle aus, ich schnappe mir Kind 2 und frage an der Theke, ob ich (also die Frau, die hier heute schon den halben Laden leergekauft hat) vielleicht eventuell ausnahmsweise eine HALBE Portion kriegen könnte? „Nein“ – sagt die Bedienung und ich hätte sie natürlich am Liebsten sofort umgebracht. „Nagut, dann hör dir jetzt mal das Gebrüll an“, denke ich, als ich mit Kind 1 wieder zum Tisch zurückgehe. Das flippt geradezu aus, weil es ja erst zur Theke geführt wird und dann nichts bekommt. Ein Geschrei! Eine Minute später kommt die Bedienung tatsächlich angelaufen und drückt Kind 2 ein Mini-Eis in die Hand. Ich bin inzwischen schweißnass, hochgradig gestresst und will nur noch hier weg.

Die Eiscafe-Geschichte allein hat schon für 20 neue graue Haare gereicht – aber zuhause ging es noch weiter. Weil inzwischen alle Klamotten, Hände und Gesichter voller Eis waren, dusche ich die beiden erst einmal ab. Anschließend laufen sie nackig auf den Balkon, gucken runter in den Gemeinschaftsgarten und…. Kind 2 kackt doch tatstächlich auf den Balkon. Und nicht nur das. Kind 1 brüllt diese Aktion auch noch ALLEN Nachbarn zu, die sich gerade im Gemeinschaftsgarten aufhalten. Also wissen natürlich ALLE, was Muddi da oben jetzt wegwischt. Im Nachhinein klingt das jetzt irgendwie ganz witzig, aber für mich war das alles zu viel. Ich war so fertig, dass ich irgendwann geheult habe wie ein Schlosshund. Ich habe beschlossen: Nach dem Kindergarten gibt es jetzt nur noch das „Kinderprogramm light“. Also Kids abholen und ab in den Garten, in die Sandkiste, auf den Spielplatz oder eben ins Wohnzimmer.

Als ich mich kurze Zeit später dann wieder berappelt habe und wir noch zu dritt in den Garten gingen, wurde ich in dieser Entschlussfassung noch einmal bekräftigt. Denn die Häselbacke rief unseren Nachbarn sofort lautstark zu: „Meine Mama hat gerade geweint!!!“

 

 

„Du bist ein Gewinn“ – eigentlich

Eben bin ich in den Fahrstuhl gestiegen zu einer Frau, die so eine Verachtung für meinen Babybauch ausgestrahlt hat, dass ich mich wirklich zusammenreißen musste.

Warum ist das so? Warum rutscht du als Mutter automatisch eine Kaste tiefer – vor allem in den Augen derer, die keine Kinder haben?

Da werden die Augen gerollt, sobald man den Kinderwagen in den Bus hieft. Es wird laut geseufzt, sobald das Kind einen etwas schrilleren Ton von sich gibt. Unvergessen auch die Szene, als wir einmal mit Säugling in die S-Bahn steigen wollten, alle sich vordrängelten und uns am Ende eine Frau zuzischte: „Die Bahn ist voll!“

Du kannst eine noch so attraktive Frau sein: Mit Kinderwagen bist du nur noch eine Mutti. Mit Bauch bist du für so manche kinderlose Frau ein Dorn im Auge. Du nervst einfach nur noch. Und störst.

Und das ist so paradox. Du leistest 100x mehr als früher, du reibst dich auf, du machst krasse finanzielle Abstriche, du tust etwas, damit dein Land nicht ausstirbt – und wirst zum Dank dafür von deiner eigenen Gesellschaft gemobbt.

Das schmerzt. Besonders deshalb, weil der Mobbing-Grund das süßeste, wertvollste und unschuldigste ist, was du hast.

Seit ich Kinder habe, bin ich für alles, was Eltern leisten, natürlich viel mehr sensibilisiert. Auf der Straße bemerke ich jetzt morgens die Mama, die ihre Kinder ins Auto setzt und anschnallt. Oder den Papa, der seinen Sohn auf dem Rad in den Kindergarten bringt. Wäre mir früher wahrscheinlich entgangen.

Aber was mir garantiert nie passiert wäre, ist eine so negative Haltung zu entwickeln für alles, was mit Kindern zusammenhängt. Es schlagen einem plötzlich Intoleranz und sogar Feindseligkeiten entgegen, die man gar nicht kannte. Die einen ob ihrer Ungerechtigkeit echt aus den Socken hauen.

Akzeptiere ich nicht, gehe ich inzwischen ab wie Schmitz‘ Katze und halte es mit dem aktuellen Motto der „Aktion Mensch“: Kind, Du bist ein Gewinn!!!

Zitat

Lady Horror

Ich habe sie getroffen: Die schlimmste Schwiegermutter der Welt. Im dm an der Kasse, im Hessen-Center. Ich war mit der Häsebacke da, bezahle gerade, da schwatzte mich die etwa 75jährige Frau von hinten an:

„Meine Schwiegertochter sieht auch so aus wie Sie. Und die dreht total durch. Bei der STINKT es zuhause, alles einparfumiert!“

Ich (noch an einem wohlwollenden Gespräch interessiert): „Wieso parfümiert sie denn alles ein?“

Sie: „Na, schwanger halt! Ich war Krankenschwester, ich kenn die alle. Mit Schwangeren kann man nicht reden. Entweder sie werden ausfällig oder sie fangen an zu heulen!“

 

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Aus der Reihe „Supermarkt-Fiaskos“

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Ich musste nur vier Sachen einkaufen. Vier winzige Sachen! Bananen, Kartoffeln, Eier und Pampers. Das schafft man ja wohl locker noch mit zwei Kleinkindern, so mein Irrglaube, vor allem, wenn man ihnen zur Feier des Tages noch ein Eis verspricht.

Was folgte, war ein Desaster. Die beiden waren wie von der Tarantel gestochen. Rasten wie die gesengte Säue durch die Flure, grapschten ALLES an (besonders schön: die frischen Brötchen) und hörten null auf mich. Ich bin wirklich wie eine Domina durch die Supermarkt-Gänge gestampft, habe ermahnt und gemeckert und irgendwann war für mich die logische Konsequenz: KEIN EIS!

Als das ausgesprochen war, warfen sich die zwei vor Wut auf den Bürgersteig (wir waren schon am Auto), strampelten und brüllten ob der ihnen angetanen Ungerechtigkeit. Mein Puls war auf 180, aber ich habe mich bemüht, ruhig zu bleiben. Habe den Einkauf in den Kofferraum gepackt und die beiden ihr Theater erst einmal durchziehen lassen. Jeder Erziehungsratgeber hätte mich für diese konsequente Haltung doch eigentlich gefeiert – nicht aber so der Typ, der 50 Meter weiter auf einer Treppe saß, telefonierte und mir unmissverständlich zu verstehen gab, wie schlimm er diese Szene fand.

Ich bin natürlich sofort drauf angesprungen, es folgte ein wildes Wortgefecht nach dem Motto: Er würde es seinen Kindern niemals antun, so auf der Straße zu sitzen. Ich brüllte zurück, wenn man wie er eh die komplette Kindererziehung der Frau überlässt, könne man bei solchen Szenen überhaupt nicht mitreden.

Oh mein Gott, ich war so was von wütend. Als ich die Kinder irgendwann ins Auto verfrachtet hatte, habe ich ein Donnerwetter losgelassen und mich erst Stunden später von dieser Stress-Aktion wieder erholt. Was für ein Oberscheiß. Supermarkt mit Kindern – ich werde es in Zukunft so gut wie möglich vermeiden!

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Das kann auch nur einem Vater passieren…

So tief in die Spiegel-Lektüre versunken zu sein, dass er nicht merkt, dass einen Meter Luftlinie entfernt die Kids die Knet-Box geschnappt haben. Die wird natürlich auseinandergenommen und viele viele kleine Knet-Teilchen werden auf dem Teppich verteilt und herrlich festgedrückt.

Als das Desaster irgendwann von der Muddi entdeckt wird, bekomme ich auch noch die Schuld. Nach dem Motto: „Du hast die Kinder das letzte Mal mit der Knete spielen lassen und sie darum erst wieder auf die Idee gebracht!“

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Neu im (katholischen!) Kindergarten. Tag 2

Ich sag’s mal so: Heute habe ich gelernt, dass selbst Kinder im katholischen Kindergarten ganz schöne Teufelchen sein können.

Drei Stunden bin ich heute dort geblieben und fand mich irgendwann zusammen mit drei kleinen Jungs am Puzzletisch. Die hatten sich aus irgendwelchen Plastikteilen unter anderem einen Mini-Staubsauger zusammengesteckt und irgendwann ging’s los: „Ich saug dich gleich weg / ich saug dir deinen Arm weg / deine Haut / deine Knochen / dein Fleisch / dann bist du nur noch ein Gerippe / ich saug dir auch dein Baby weg / das ist dann tot /….“

Ich muss wirklich ein Engel sein, dass ich da heute nicht handgreiflich geworden bin!!!

Neu im (katholischen) Kindergarten. Tag 1

Neu im (katholischen) Kindergarten. Tag 1

Als wir uns vor gut zwei Jahren um einen Kindergartenplatz bemühten, hatten wir die katholischen extra ausgelassen (wir sind beide protestantisch und schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten). Mittlerweile sind wir in der Realtität der Frankfurter Kindergartenwelt angekommen und verfolgen das Motto: Hauptsache ein Platz, Hauptsache praktisch gelegen.

Und so haben wir seit dieser Woche unsere beiden Kinder katholisch ums Eck untergebracht und sind der Meinung: Ein Tischgebet vor dem Mittagessen ist jetzt kein Drama🙂

Herrlich allerdings die Szene, die ich gleich am ersten Tag erlebt habe: Gute drei Stunden bin ich mit im Kindergarten geblieben, quälte mich mit meinem dicken Bauch auf diesen kleinen Stühlen herum, als irgendwann ein Junge kam und mich bat, aus einem Buch vorzulesen. Bibelgeschichten für Kinder.

Ehe ich mich versah, standen 10 kleine Jungs und Mädels um mich herum und lauschten der Schöpfungsgeschichte. Nur mit Zähneknirschen bekam ich raus, dass der liebe Gott ja erst mal die Erde schuf, den Himmel, das Meer usw. Als es darum ging, dass er innerhalb eines Tages alle Landtiere zum Leben erweckt hat, hätte ich am Liebsten das Buch zugeklappt und gesagt: „So liebe Kinder. Ihr wisst, dass das alles Quatsch ist, oder? Es ist unmöglich, diese ganzen unterschiedlichen Tiere innerhalb eines Tages zu erschaffen. Das hat Millionen von Jahre gedauert!!!“

Aber dann dachte ich: Ach komm Jule. Nicht gleich am ersten Tag so viel Wirbel machen…😉