Krankenhaus-Hopping

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„Eigentlich können Sie heute Nachmittag wieder nach Hause.“
Nach dieser Ansage des Oberarztes hatte ich irgendwie ein komisches Gefühl – schließlich war ich erst seit einem Tag im Krankenhaus (Sachsenhausen) – gestern noch hatte ich das Gefühl, hier ein Kind viel zu früh auf die Welt zu bringen! Dank Wehenhemmer-Tablette (‚Adalat‘, ein geiles Zeug) hatte sich zwar alles etwas beruhigt, aber am Dienstag, also einen Tag später, schon nach Hause?

Wir einigten uns auf Mittwoch – und selbst das war zu früh. Ich fuhr mit dem Taxi heim, Kids geholt, ruhiges Programm gemacht… Und nachts ging es wieder los. Ich habe zwei Stunden gewartet und bin dann morgens um 6 mit dem Auto zurück ins Krankenhaus gefahren.

Hier wurde das Antibiotikum umgestellt, jetzt 3x täglich Infusion, 2x täglich CTG – und tatsächlich, die Lage beruhigte sich wieder. Leichtes Gebärmutter-Pumpen war zwar immer mit dabei, aber nix Dramatisches… bis Freitag Abend.

Nach einem entspannten Nachmittag mit Mann und Kids und einem gemütlichen Abend langgestreckt vor der Krankenhaus-Glotze, schlendere ich irgendwann in den Kreisssaal, werde von einer schlecht gelaunten Hebamme („Ach! NOCH eine Frau!“) ans CTG gehängt und merke: Aua. Wehen. Ausschläge alle drei Minuten, ich war kurz vorm Verzweifeln. Dieses Hin und Her, diese beschissene Ungewissheit, der organisatorische Kraftakt zu Hause….

Und dann dieses sensationelle Gespräch mit der Hebamme, als sie mich wortlos abdockte und den CTG-Zettel zusammenfaltete und einfach gehen wollte.

Ich: „Das ist ja das gruseligste CTG, seit ich hier bin.“
Sie: „Naja. Sie sind ja auch schlank. Da sieht man immer alles.“
Ich: „Ja, aber das ist ja total regelmäßig und beunruhigt mich sehr. Was soll ich denn jetzt machen?“
Sie: „Weiß ich nicht. Das muss die Ärztin entscheiden. Sie schlafen jetzt erstmal.“
Ich: „Wie soll ich denn bei den Wehen schlafen? Da bekomme ich doch kein Auge zu. Ich möchte das gerne besprechen.“
Sie: „Dann setzen Sie sich raus vor den Kreissaal, bis die Ärztin kommt. Das kann aber dauern.“

Ich hocke mich da draußen hin und war nur am Heulen. Um mich herum Großfamilien, die ihre Neugeborenen feierten. Zum Glück kam die Ärztin schon nach etwa 20 Minuten, hat meinen Nervenzusammenbruch etwas gelindert, aber es war klar: Ich muss in die Uniklinik. Nur da gibt es eine Frühchenstation. Sicher sei sicher.

Erneut mit einer wunderbaren Adalat intus wechselte ich also das Krankenhaus und muss im Nachhinein den Kopf schütteln, über das, was man einer Patientin in meinem Zustand noch zutraut:

Im Sachsenhäuser Klinikum wurde ich mit dem Rollstuhl rumgefahren, eine Schwester trug meine Tasche. Die Rettungssanitäter (die mich mit Blaulicht transportierten) haben mich auch keinen Schritt alleine machen lassen. Ich auf der Trage, die das Gepäck. Das änderte sich jedoch rabiat mit dem Eintreffen in der Uniklinik.

Hier, in diesem mega Komplex mit 70er Jahre Charme, war ich wieder komplett auf mich allein gestellt. Es gab eine ratzfatz-durchgezogene Untersuchung einer Ärztin, die sich vorher noch mit den Hebammen gezofft hatte – und bei der man sofort merkte: Sie wird nur lächeln, wenn es gar nicht anders geht. In Windeseile gab es Ultraschall, alle möglichen Abstriche (sogar von der Nase! Alles für die Frühchenstation) und natürlich ein CTG und dann wurde ich von der Krankenschwester auf die Station geschickt. Ins Nebenhaus. Ellenlangen Flur entlang, Treppe hoch usw. Ich wage einen vorsichtigen Versuch: „Gibt es irgendetwas, womit ich meine (sauschwere!!!) Tasche vor mir herschieben kann?“ Sie: „Nein.“ Ich: „Ok. Dann ziehe ich sie.“

Natürlich verlaufe ich mich, liege aber dann doch, endlich, um halb 5 in einem Zweibettzimmer. Hier ist alles ziemlich basic: Fernseher gibt es nicht, vier Frauen teilen sich ein schlecht konstruiertes Bad (wenn man duscht, setzt man automatisch alles unter Wasser).

Nun liege ich hier und beuge mich ein wenig meinem Schicksal. Natürlich möchte ich heim – aber was nützt es mir, wenn ich dann wieder Wehen bekomme und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zurück ins Krankenhaus muss?

Noch sechs Tage bis zur Lungenreife. Das ist mein erstes Etappenziel. Und solange vertiefe ich mich in mein Buch („Hundert Jahre Einsamkeit“) und schlendere auf dem Campus (= eine Monster Baustelle) herum. Immerhin sind Ärzte und Schwestern hier nett und der Kaffee sehr sehr lecker – eine Schande, dass ich nur zwei Tassen am Tag davon trinken darf 😉😉😉

(21) Heute habe ich gelernt, dass…

… man im Krankenhaus besser nicht im schlechten Schulmädchen-Look (weiße Thrombose-Strümpfe, karierte Boxershorts und BIRKENSTOCK) Wasser holen geht.

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Es könnte nämlich sein, dass dir ein arabischer Mann mit seinem kompletten Harem entgegen kommt. Mindestens 10 komplett verschleierte Frauen. Ja, Frankfurt ist multi kulti – aber das war so skurril, dass ich laut loslachen musste. 😂😂😂

(20) Heute habe ich gemerkt, dass…

Ach du Schreck: Wehen in der 33. Woche

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Gestern Abend habe ich schon gemerkt: Da stimmt was nicht. Ich war sowas von kaputt! Mein Freund hat die Kids ins Bett gebracht, ich lag wie eine Flunder auf dem Bett und irgendwann wurde mir klar: Oh Mann, das Ziehen da unten – das kennst du doch. Die good old Wehen!

Trotzdem bin ich immer mal wieder eingenickt, bis ich dann gegen 1 Uhr die Abstände getimed habe: alle sieben Minuten. Ich war ziemlich aufgelöst, hatte plötzlich Hunger, hab Flips und Bananen in mich reingestopft, zwischendrin zwecks Zerstreuung bei eBay Kleinanzeigen gesurft und mir natürlich die mega Platte gemacht:

Was, wenn das Baby jetzt schon kommt? Lebensfähig ist es – aber wie war das nochmal mit den Lungen? Die funktionieren doch noch nicht. Ein mega Frühchen, wie wird es ihr gehen? Wie wird es mit dem Stillen klappen? Mir schwante schon (wieder) eine wochenlange Abpump-Aktion mit anschließender Fütterung = überhaupt kein Schlaf mehr. Und natürlich drängten sich etliche Orga-Fragen auf: Was machen wir mit den anderen beiden Kids, wenn ich so lange im Krankenhaus bleiben muss? Wer übernimmt die Eingewöhnung im Kindergarten, die Ende August für beide ansteht?

Gegen 3 habe ich total verheult meinen Freund geweckt und den Notarzt angerufen. Der Tenor dort: Nach einem stressigen Tag kann das schon mal vorkommen. Wenn die Wehen schlimmer werden, Rettungswagen rufen.

Ich hab’s gelassen, bin tatsächlich nochmal für eine Stunde eingeschlafen und am Morgen sofort zu meiner Vertretungsärztin gefahren. Laut CTG Wehen mittlerweile alle fünf Minuten, Panik machte sich breit. Im Wartezimmer hab ich sofort alle Schwangerschaftszeitschriften nach den verschiedenen Wehen-Formen abgescannt, aber mir war klar: Übungs- oder Senkwehen sind das nicht mehr!
Bei der Untersuchung zeigte sich zum Glück: Muttermund komplett zu, Gebärmutterhals ellenlang (was letztestes allerdings bedeutet, kann ich euch auch nicht genau sagen). Die Ärztin hat mich dennoch ins Krankenhaus geschickt – vor allem, um Spritzen für die Lungenreife zu bekommen. Oh Mann, dabei war doch bisher alles so unfassbar unkompliziert!

Im Krankenhaus kamen die Wehen schon alle drei Minuten und wurden so heftig, dass ich absolut überzeugt war: Es geht jetzt los. Der Körper nimmt so eine Fahrt auf, da gibt es kein zurück! Die Kleine im Bauch war so aktiv wie noch nie, es war ein wildes Gezappel und Gedrehe.

Die Ärzte haben mir hier einen Wehenhemmer gegeben. Schon nach drei Minuten wurde es merklich ruhiger. Fehlte nur noch die Ursache. Warum jetzt schon Wehen? Stress? Der Husten von der Bronchitis? Zu wenig getrunken? Die starken Kindsbewegungen? Oder war mein ständiger Tatendrang schuld? Ich kann ja nie still sitzen, selbst Abends vor der Glotze finde ich irgendwas zum Sortieren oder Aufräumen. Ich hebe noch alle möglichen Kisten, bücke mich täglich gefühlte 100 Mal, das abendliche Wohnung-Saugen ist (bitter aber wahr) schon fast ein Highlight für mich. Natürlich habe ich mir große Vorwürfe gemacht.

So ganz genau wissen wir es immer noch nicht. Vielleicht war es auch eine Infektion. Laut Untersuchung hatte ich eine unbemerkte Blasenentzündung und die Bakterien könnten auch die Wehen ausgelöst haben. Jetzt habe ich hier alle möglichen Mittelchen, fühle mich deutlich stabilisiert, muss aber noch im Krankenhaus bleiben.

Ja, es ist unfassbar boring, nur rumzuliegen („gelockerte Bettruhe“) – aber egal. Ich bin sooooo froh und erleichtert. Hauptsache, sie bleibt noch etwas drin und zum Glück gibt’s im TV ja noch Olympia – wobei das mega spannende Reckfinale fast einen Wehen-Rückfall ausgelöst hätte 😜😜😜

Mama-Traum

Mein Freund war übers Wochenende in Berlin (alte Freiheiten auskosten, bevor ich ihn mit der Geburt des Dritten ans Haus fesseln werde…).

Also habe ich das gemacht, wovon ich schon die ganze Zeit träume: Mit beiden Kindern in unserem großen Bett schlafen. Premiere. 1,80 m plus 25 cm weichen Rand auf jeder Seite. Reicht! Habe alles so abgedichtet und gepolstert, dass es keinen nächtlichen Abgang geben konnte.

Die Kids waren natürlich begeistert. Die Häselbacke ist sofort nach dem Vorlesen weggesegelt und ich gleich mit… Das war gegen acht / halb neun. Die Kleine, das hab ich noch so halb mitbekommen, ist noch eine Weile um uns rumgeturnt – hat sich dann aber auch auf ihren Platz gelegt und ist eingeschlummert. Traum!

Nicht ganz so traumhaft: Ich lag in der Mitte und habe jedes Wälzen bzw jeden Purzelbaum unmittelbar zu spüren bekommen (auaaaaaa!). Auch war es eh schon eine warme Nacht – weil die Kids meist in meine Richtung kullerten und förmlich an mir klebten, sorgte das auch nicht gerade für Abkühlung. Gegen 3 Uhr hatten sie ihre nächtliche Wasserflaschen leergenuckelt, also nachfüllen und: auslaufen lassen. Irgendwo war das Bett immer nass.

So richtigen Tiefschlaf habe ich glaub ich nicht bekommen aber: egal. War trotzdem schön. Halb 8 sind wir erst wachgeworden und haben dann erstmal ewig lang geschmust. ❤️❤️❤️

Sensationelle App: Codecheck

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Vielleicht kennt Ihr die schon: Die App, mit der man mit einem Klick sehen kann, was da alles für Müll in unserem Essen und in unseren Kosmetikartikeln steckt. Einfach den Strichcode scannen und schon gibt’s eine Nährwertampel plus Inhaltsstoffe/Herstellungsinfos. Top!

Ich scanne jetzt nicht alles, was ich im Supermarkt in den Einkaufskorb pfeffere (allein schon aus Zeitmangel nicht), aber zuhause nehme ich jetzt viel mehr unter die Lupe und weiß: Alles, was gelb ist (Handseife, Duschgel, Waschmittel, Handcreme) hole ich garantiert nicht noch mal – und Salami kaufe auch nicht mehr. Ich sag nur: Natriumnitrit. Gruselig!

Krank + mit Kindern + im Urlaub = :-( :-( :-(

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Wirklich das worst case Szenario als Mutter. Seit über einer Woche keuche ich mir nachts den Wolf, brennende Halsschmerzen, Nase dicht. Und es wird und wird nicht besser. Könnte am grottigen Wetter hier oben lieben oder ich habe einfach nur Pech und mir eine mega hartnäckige Sommergrippe eingefangen.

In unserer Ferienwohnung (Schönberger Strand) bin ich inzwischen aussortiert – schlafe alleine im Obergeschoss, um mit meiner Bellerei niemanden zu wecken. Ich muss schon immer an der Leiste gegenhalten, um vor Schmerzen nicht an die Decke zu gehen. Ich trinke viel Tee, lutsche Bonbons ohne Ende, gurgele. Das legale Schwangerschafts-Programm halt. Jeden Nachmittag haue ich mich zusammen mit der Kleinen aufs Ohr. Aber eben keine Besserung in Sicht.

Klar – man ist halt ständig in Action. Ohne Kinder würde ich gar nicht aus dem Bett kommen. Ich würde mich einmummeln, schlafen und jammern. Mehr nicht. Jetzt bin ich täglich um 7 wach, noch total gerädert von den schlechten Nächten – aber nach Tee und Kaffee bin ich dann doch in der Lage, zu sprechen. Geschichten vorzulesen. Frühstück zu machen. Anzuziehen. Rauszugehen /… Ihr kennt das ja.

Heute Nachmittag war ich jedoch so verzweifelt, dass ich noch mal in die Apotheke bin. Ich wollte einfach irgendwas. Wehen-fördernd, Milch-hemmend – mir alles wumpe, selbst beim Nasenspray haue ich mir inzwischen wieder die Erwachsenendosis rein. Ich habe keine Kraft mehr und auch keine Lust, mir den Urlaub vermiesen zu lassen.

Ich hatte schon überlegt, in der Apotheke meinen Bauch einziehen, um überhaupt irgendwas zu bekommen. Im achten Monat allerdings ziemlich sinnlos.

Paracetamol und diese komischen Halsbonbons habe ich gerade noch so bekommen. Jetzt spüre ich zumindest den Halsschmerz nicht mehr, die Bronchitis hält sich hartnäckig.

Immerhin: Bislang hat sich niemand angesteckt. Hoffen wir, dass es so bleibt!

Zwei Wochen ohne Kinder

Auch wenn das jetzt nach Rabenmutti klingt: Das Leben ohne Kids ist ja so easy!

* du kannst morgens eine Stunde länger schlafen – musst ja nur dich selbst fertigmachen.
* du kannst ungeniert die schlimmsten Sachen essen: Nutella zum Frühstück, Chips und Eis zwischendurch – ohne dich dabei in der Wohnung zu verstecken!
* du kommst von der Arbeit nach Hause: Glotze an. geil!
* ein Liter Milch reicht für eine ganze Woche (und nicht nur für einen Tag)
* du kannst jeden Abend essen gehen, bist also praktisch nie da –> nix mit 1x täglich Geschirrspüler ein- und ausräumen, Putzfrau könnte eigentlich abbestellt werden.
* Sicherheitsvorkehrungen: wumpe! Balkontür und Fenster bleiben sperrangelweit offen stehen, die Messer kommen schlicht in die normale Besteckschublade, bei der Waschmaschine muss nicht die Sperrtaste bedient werden, die Klobürste steht einfach nur neben dem Klo und muss nicht aufs Regal, der Fön bleibt in der Steckdose…. Kleinigkeiten, die mir grade extrem auffallen!
* du kannst telefonieren – ohne 10x zu unterbrechen, weil jemand fällt / sich stößt/ spielen will / den anderen ärgert / Pfeffer isst / …
* du hast endlich Zeit, die Fotoalben der letzten Jahre zu machen. Und dir die ganzen Videos anzugucken – bei denen du vor lauter Sehnsucht natürlich mega mäßig plärrst😉

Mein erstes Mama-Mobbing

Was habe ich heute für emotionale Kotzkrämpfe gehabt. Und alles wegen zweier Kolleginnen – beide über 40, beide kinderlos und heute geradezu erpicht darauf, ihre Abneigung gegenüber Kindern kundzutun.

Konkret: Wir waren in der Redaktion dabei, uns ein Thema für den heutigen Tag zu überlegen, da sagt die eine: „Kommt, wir machen Liv Tyler. Die hat gerade ein schlimmes Foto gepostet, wie sie ihre Tochter stillt. Man sieht alles!!! Geht gar nicht! Sowas will ich nicht sehen!“

Ich habe da jetzt das schlimmste aller schlimmsten Busen-Titten-Still-Fotos erwartet und finde im Netz das hier:

Ein Foto, das eigentlich an Ästhetik nicht zu überbieten ist. Selbst dem größten und verklemmtesten Mutti-Hasser hätte ich nicht zugetraut, sich darüber aufzuregen.

Aber gut, meine Kolleginnen empfanden das als tolles Aufreger-Thema und setzten in ihren Gesprächen über junge Mütter noch einen drauf: Diese ganzen Baby-Mails, die man ja ständig aus dem Team kriegen würde – wie nervig! / Die würden sie inzwischen ungeöffnet in den Papierkorb schieben / und sowieso: alle Neugeborenen sähen doch gleich aus / …

Wohlgemerkt: Ich sitze am selben Tisch, den beiden Hortortussis direkt gegenüber. Irgendwann habe ich lautstark gesagt: „Hallo?! Könnt Ihr diese Diskussionen zumindest dann führen, wenn ich nicht da bin?“

„Hä?!? Wieso?“

„Na weil ich zwei kleine Kinder habe und hochschwanger bin! Das geht echt gar nicht, was Ihr gerade macht!“

„Ach komm. Puls runter. Weiter geht’s!“

Ich war so auf 180, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Ich habe an die ganzen kleinen Kinder gedacht, die auf die Welt kommen und so süß sind (an meine logischerweise auch) und konnte dieses unsensible Verhalten kaum ertragen. Wie mega asi!!!

Die eine Xanthippe ist kurze Zeit später gegangen. Halsschmerzen (ohhhhhh, die Arme 😝), die andere habe ich mir nach einem total verzickten Arbeitstag nochmal gekrallt und klar gestellt: Dieses Anti-Kinder-Gelaber ging gar nicht. Und erst recht nicht das Abwatschen, nachdem ich mich zu Wort gemeldet hatte. Sie hat zumindest so getan, als hätte sie es eingesehen…

Ich habe mich vorhin mit einer Freundin getroffen und ihr die Geschichte erzählt. Sie hatte für das Verhalten der beiden das perfekte Wort: sozial-behindert. Absolut.

Wenn dein Kind nachts röchelt, hustet und pfeifft

Was ein Schreck heute Nacht: Gegen 1 Uhr fängt die Häselbacke plötzlich an, zu husten. Im Schlaf. Die Nase war zu, das Husten wurde immer stärker, der Atem pfeifend, irgendwann hat er sich sogar übergeben.

Wir sind zurzeit bei meinen Schwiegereltern und für mich war sofort klar: Hausstaubmilben. Ich bin allergisch vorbelastet und auch Zuhause war mir das „Schnarchen“ des Kleinen aufgefallen. Zumindest bis vor einem Monat – dann gab’s eine neue Matratze und gefühlt wurde seine Nase dadurch freier.

Nun also bei Oma und Opa im Gästezimmer im Keller. Dicke schwere Teppiche auf dem Boden und an der Wand. Hier und da uralte Kuschelteddys, Kissen, Bettzeug. Auch mir kribbelte schon die Nase beim Zubett-Gehen, aber weil ich eh immer eine Tablette gegen Heuschnupfen einschmeiße, hatte ich natürlich alles geblockt.

Die Häselbacke aber eben nicht. Totaler Allergieschock. Wir haben ihn geschnappt und mit nach oben ins Schlafzimmer der Großeltern genommen (die waren gestern Nacht nicht da). Dort liegen nicht halb so viele Teppiche, das Husten hörte sofort auf und die Nacht ging für ihn ruhig weiter. Gottseidank!

Ich lag noch ewig wach und habe Dr. Google konsultiert. Was tun, wenn dein Kind offenbar diese Allergie hat?

Geplant ist, dass die Kids zwei Wochen bei Oma und Opa bleiben (Kindergarten zu, wir keinen Urlaub). Also haben wir heute alle Energie darauf verwandt, ein „cleanes“ Schlafzimmer herzurichten. Man fühlt sich ja doch ein wenig als Querulant, wenn man von Leuten umgeben ist, die (zu ihrem Glück) von so einer Allergie bislang verschont blieben. „Wie?!? Welcher Staub? Kann doch nicht sein!!!“ Die Schwiegereltern guckten auch ein wenig schräg, als ich alle potentiellen Staubträger erstmal radikal entfernte. Nein, die Wolldecke geht nicht. Nein, auch nicht die Plüsch-Schildkröte aus den 70ern. Ebenso die Kissen mit Woll-Bezug: raus.

Mal gucken, was die nächste Nacht bringt. Ich drücke die Daumen!

Die gute Frankfurter Luft :-)

Du liegst im Bett. 23 Uhr, draußen noch 20 Grad. Die Balkontür steht weit offen, ab und zu weht ein laues Lüftchen zu dir rüber. Du atmest tief ein und denkst: Fast ein bisschen wie frische Landluft. Einfach toll, die Lage unserer Wohnung mit so viel Natur drumherum. Und dann merkst du: Scheisse, es ist einfach nur der Windeleimer auf dem Balkon… 😫😫😫

Ich habe soooo ein schlechtes Gewissen

Und stelle mir seit Wochen die Frage:

Darf man den Kindergarten wechseln – nur, damit es für die Eltern praktischer wird?

Die Häselbacke ist im Moment in einem Kindergarten, in dem er eigentlich total happy ist. Riesiges Aussengelände, nette Kinder und Erzieherinnen, alles easy.

Das Problem: Der Kindergarten liegt am Hintern der Welt. Geht nur mit Auto oder einer Stunde Fußmarsch. Total actig, kein Babysitter könnte ihn dort realistischerweise abholen – falls es auf der Arbeit mal länger dauert als 17 Uhr.

Unsere Kleine hat nun einen Platz direkt vor der Tür bekommen. In einer kleinen Kita mit einem super Ruf, in die man eigentlich nur ganz schwer reinkommt (evtl. nur ein Gerücht, aber egal).

Dank Geschwisterbonus ist nun tatsächlich noch ein Platz für unseren „Grossen“ freigeworden. Auch ab September, beide werden also fast gleichzeitig eingewöhnt. „Augen zu und durch“ hab ich gedacht und alles Formale wie Kündigung und Neuvertrag gleich geklärt.

Aber war das so richtig? Die Häselbacke fühlt sich so wohl in seinem jetzigen Kindergarten! Er hat dort Freunde, die Erzieherinnen sind sogar schon fester Bestandteil unserer Gute-Nacht-Lieder. Selbst hier war die Eingewöhnung schon deutlich schwerer als vorher gedacht, jetzt kann es doch nur NOCH härter werden. Wir hatten letztens eine Schnupperstunde in seiner neue Kita und er war so unglaublich schüchtern, dass ich mich permanent schlecht gefühlt habe.

Verdammt! Und alles nur, damit es „praktischer“ wird, die Fahrtzeit sich verkürzt, wir nicht zwei verschiedene Schliesszeiten überbrücken müssen.

Mein Hirn rattert.

Zum Glück war ich letztens mit meiner Lieblingskollegin (Zweifach-Mama, total tough) essen. Sie: Totaler Quark, zwei Kinder in zwei Einrichtungen zu haben (bald ja sogar drei Kinder in drei Einrichtungen). Sei doch super, dass beide Kids jetzt zusammen in einem Kindergarten seien und genauso müsse ich das auch der Häselbacke (selbstsicher!) verkaufen.

Das war so ein Treffen, nach dem man sich als Mama automatisch besser fühlt. Thanx, Bonita!:-)

Mama sein und fit bleiben – wie soll das gehen?

Wenn mein Freund abends nach Hause kommt, bin ich viel zu fertig für die Muckibude. Joggen im Wald ist dank Kugel auch nicht mehr = Wabbelalarm! Ich baue auf das hier als ultimative Lösung:

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Ein Side-Stepper, für 25 Euro bei eBay Kleinanzeigen geschossen (aber auch neu mit 50 Euro absolut erschwinglich).

Der Plan: zwei Mal in der Woche hiefe ich mich da rauf. Z.B. wenn die Kids im Bett sind, mein Freund aber noch nicht da. Drei Mal war ich schon: Herrlich! Perfekt! Vor allem jetzt, wo ich nicht mehr groß springen kann, ohne dass gleich irgendwas platzt. Ist klein und lässt sich easy unter die Couch schieben. Ist leise und der Anstrengungsgrad ist genau meins (du schwitzt und wirst rot, kotzt aber nicht). Außerdem lässt es sich dabei herrlich (Blogartikel) schreiben.

Im Moment also totale Begeisterung. Auf der anderen Seite: Es kommt sicher nicht von irgendwo, dass praktisch alle gebrauchten Stepper mit Sätzen wie „neuwertig“ / „praktisch nie benutzt“ / „quasi neu“ angepriesen werden😉